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Musikvideo-Workshops

Jedes Jahr bietet die Landeskampagne Musikvideo-Workshops an. Die Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren können wählen, welches suchtspezifische Thema sie im Song behandeln wollen. Alkohol ist immer noch das am weitesten verbreitete Suchtmittel bei Jugendlichen und wird deswegen häufig thematisiert. Vermehrt setzen sich die jungen Musiker:innen aber auch mit Themen wie exzessiver Mediennutzung oder Cannabiskonsum kritisch auseinander.

An jeweils einem Wochenende erarbeiten die engagierten und hochmotivierten Jugendlichen zusammen mit dem Wuppertaler Rapper "MoooN" den Songtext, überlegen sich eine eingängige Melodie und üben diese perfekt ein.

Im nächsten Schritt drehen sie mit professioneller Unterstützung ein Musikvideo.

17.04.2019

Ziele

  • Die Jugendlichen reflektieren ihr eigenes Verhalten sowie ihre Beobachtungen im sozialen und räumlichen Umfeld und erarbeiten gemeinsam den Textinhalt. Sie wählen selber, welches Suchtmittel sie thematisieren wollen. Ausgeschlossen sind Texte, die z. B. zu missbräuchlichem Gebrauch von Alkohol auffordern.
  • Wichtig ist, dass die Jugendlichen die Ursachen – in diesem Fall für den Alkoholkonsum – diskutieren und Informationen über Risiken des Alkoholkonsums erhalten. Die Musikvideo-Workshops vermitteln Musikalität sowie Technik- und Medienkompetenz.
  • Die Jugendlichen arrangieren und produzieren ihren eigenen Song in ihrer bevorzugten Musikrichtung.
  • Das in dem Workshop entstandene Video wird so aufgearbeitet, dass die Jugendlichen es eigenständig über Social Media verbreiten können. Außerdem erscheint es im  YouTube-Kanal der ginko Stiftung für Prävention .
17.04.2019

Zielgruppe

Pro Workshop können ca. acht Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren teilnehmen.

Setting

  • Jugendzentren, Einrichtungen der Jugendhilfe, Schulen
  • Für die Produktion werden Räumlichkeiten für das Schreiben der Texte, eine kleine Musikanlage und ein abschließbarer Raum für die Studioeinheit (Mikrofon, Laptop etc.) benötigt.
  • In der Regel wird an geeigneten Locations vor Ort gedreht.

Du kannst das Leben nicht resetten

2nd Home Projekt

Joscha, Leon, Ariana, Eliah, Benjamin, Anamarie, Lena Maria und Karolina – zusammen sind sie das 2nd Home Project aus Hünxe. Ihr Song, den sie im November 2018 während eines Musikvideo-Workshops aufgenommen haben, handelt von einer jungen Liebe, die schnell gefährdet ist, wenn Play-Station und Co immer mehr in den Vordergrund rücken...

1.Strophe:

Jeden Sonntag bei Mick auf der Couch
Mit ner PS4 und ner Chipstüte auf
Zu dritt nahmen sie es mit jedem Gegner auf
So nahm das Schicksal seinen Lauf
Die beiden waren verliebt in sich und das Spiel
Sie hielten zusammen egal was auch passiert
Das dachte sie zumindest völlig ungeniert
Aber das ist nicht das was passierte


Bridge:
Und eines Tages war es soweit die Spiele wurden wichtiger
Doch er hat’s nicht gecheckt, und plötzlich war sie weg


Refrain: (2x)
Du hast mehrere Leben im Spiel, odch im Leben nicht
Das Leben kannst du nicht resetten
Pass vor dem Gameover auf
Das Leben und dein Mädchen sie nehmen ihren Lauf


2. Strophe
Zocken jeden Tag um die 24/7
Der Flow zieht ihn zu stark und er fängt es an zu lieben
Nach der Schule wird gezockt, alle Runden gerockt
Doch wo ist sie jetzt, wo ist sie hin?


3. Strophe:
Die Spiele wurden krasser, Gesichter immer blasser
Er spielte immer mehr, sie fühlte sich so leer
Erst 1mal, dann 2mal, aus 2mal wurde 3mal
Aber er sah es nicht, dass diese Liebe bricht


Bridge:
Er hatte sie so gern aber jetzt sind sie sich fern
Doch er hat’s nicht gecheckt, und plötzlich war sie weg


Refrain:
Du hast mehrere Leben im Spiel, doch im Leben nicht
Das Leben kannst du nicht resetten
Er sah sein Gameover vor sich
Und änderte sich, und änderte sich.

17.04.2019

Ablauf

Das Equipment für den Workshop stellt der Workshopleiter zur Verfügung. Der zeitliche Umfang der Workshops umfasst ca. 16 Stunden zzgl. Pausenzeiten an einem Wochenende.

Schreibprozess (4 Std.):
Die Teilnehmer:innen sammeln Schlagwörter und schreiben sie in einem Brainstorming auf Plakate. Im weiteren Verlauf formulieren sie daraus Sätze und Reime. Mögliche Themen: Komasaufen, Abstinenz, Feiern, Frustsaufen.

Musikentwicklung (4 Std.):
Die Jugendlichen lernen, wie sie die bereits entworfenen Texte durch Rhythmik und verschiedene Stilmittel mit dem Instrumental kombinieren. Bevor es an die Aufnahmen geht, beschäftigt sich die Gruppe mit den Themen Stimme und Wirkung. Wie setzte ich meine Stimme ein? Was bewirke ich damit beim Zuhörer? Nach einer kurzen Übungsphase geht es ans Mikrofon. Neben dem Aufnehmen der eigenen Stimme erhalten die Jugendlichen hier auch erste Einblicke in die technische Seite des Vocal-Recordings.

Video-Produktion (8 Std.):
In der dritten Phase erarbeiten die Jugendlichen ein Storyboard zu ihrem Musiktitel und produzieren das Video.

Nach Fertigstellung wird das Video bei YouTube hochgeladen. Dies erfolgt erst nach Vorlage der Einverständniserklärung von allen Beteiligten.

Um z. B. Beleidigungen und Diskriminierungen der jugendlichen Sänger*innen auszuschließen, prüft die Landeskoordinierungsstelle alle eingehenden Kommentare bei YouTube vor der Freischaltung.

Die Ergebnisse aller Workshops sind unter Youth Musikvideo-Workshops (LINK) oder auf dem YouTube-Kanal der ginko Stiftung für Prävention zu sehen.

18.04.2019

Unser Musikmacher

MoooN

Seit 2007 ist der Wuppertaler Künstler "MoooN" als Rapper aktiv. Neben vielen Veröffentlichungen, Auftritten und deutschlandweiten Kollaborationen, verschaffte ihm der Gewinn bei einem Online-Battle-Turnier ein größeres Publikum. Hier durfte er als Gewinn das größte Hip Hop Festival Europas eröffnen. Das Splash!-Festival. Seine Songs und Musikvideos produziert er in Eigenregie.

 

Seit 2021 ist er Partner der Landesfachstelle Prävention NRW. „MoooN“ studiert Mediendesign und Sportwissenschaften und arbeitet seit nun über 10 Jahren in verschiedenen Bereichen der Kinder- und Jugendarbeit. Die Schwerpunkte liegen hier auf Musik, Videografie/Medien und Sport. Er leitete Hip Hop-Workshops und veranstaltete Konzerte und Jam-Sessions für die jungen Musiker:innen.

 

17.04.2019

Kontakt

Informationen zu den Musikvideo-Workshops und zur Buchung

Lea Würzinger
Landesfachstelle Prävention der Suchtkooperation NRW
Tel.: 0208 30069-41
E-Mail: 6C2E777565727A696E6765724067696E6B6F2D7374696674756E672E6465

Wann und wo?



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