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Familie im Blick

Kinder aus suchtbelasteten Familien sind eine besonders vulnerable Zielgruppe der Suchthilfe.
Laut Statistiken besteht bei ihnen ein sechsfach erhöhtes Risiko, später selbst abhängig zu werden oder eine psychische Erkrankung zu entwickeln. Es ist wichtig, pädagogische Fachkräfte für diese Zielgruppe zu sensibilisieren und Handlungsmöglichkeiten zu eröffnen:

  • Erkennen der Kinder aus suchtbelasteten Lebensgemeinschaften,
  • Sensibilisierung für suchtbelastete Lebensgemeinschaften,
  • Handlungsempfehlungen für den Umgang mit Gefährdungssituationen,
  • Förderangebote bzw. Vermittlung in Förderangebote für die Kinder,
  • Vermittlung/Motivation von Müttern/Vätern in das (Sucht-)Hilfesystem,
  • Kooperation mit „insoweit erfahrener Fachkraft” im Zusammenhang mit Kindeswohlgefährdung laut §8a SGB VIII.

Kinder und Eltern haben sich in ihrem System eingerichtet und sind sehr darauf bedacht, ihr Problem nicht zu Tage treten zu lassen. Suchterkrankungen und Elternverantwortung sind hochgradig intime und sensible Bereiche, die kaum innerhalb einer Familie thematisiert werden können, weil sie für die Beteiligten scham- und angstbesetzt sind. Umso schwieriger ist es, diesen Bereich von außen anzusprechen.